Kaum zu glauben, dass wir nun schon seit gut 10 Tagen an der Sekundarschule in Nungwi im Einsatz stehen! Vor gut zwei Wochen haben wir mit dem Einverstaendnis des Schulleiters angefangen, den Unterricht bei zwei Lehrern in Englisch und Biologie zu besuchen. Am vorletzten Montag war es dann offensichtlich so weit, dass die Verantwortlichen der Schule Kenntnis davon bekamen, das die beiden “wasungu” (Fremden, Weissen) vom Erziehungsmisisterium die Erlaubnis zum Unterrichten erhalten haetten! Wir selber wussten davon noch gar nichts, aber Bettina und mir wurden kurzerhand ein Lehrbuch bzw ein A4-Blatt in die Hand gedrueckt mit der Aufforderung, nun einmal unter kritischen Augen eine Art Probelektion zu halten – scheinbar mit gewissem Erfolg, da wir nun regelmaessig eingesetzt werden.
| Assembly auf dem Basketballplatz |
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| Liste mit ca 400 Sek-Schuelern (FORM I - IV) |
| Stundenplan der 3. Klasse, an der ich Mathe unterrichte |
Etwas mehr Einsicht in die Anspueche an die Schueler geben uns nun einige (staatliche) Promotionspruefungen, welche wir in der Bibliothek gefunden oder die uns ein Schueler der 2. Klasse gebracht hat. Bettina hat in in ihrer Klasse im Englisch Nachhilfe bzw Pruefungsvorbereitung bei uns zu Hause angeboten, da Ende 2. Sek eine Pruefung zu bestehen ist, die ueber den Verbleib bzw Ausschluss aus der Schule entscheidet! Was letzte Woche mit zwei Personen angefangen hat, ist nun immerhin eine Gruppe von insgesamt 10 Schuelern und sechs Schuelerinnen, welche mit Bettina die Englisch-Pruefungen durcharbeiten und mich ueber die Antworten in den Biologie-Examen ausfragen.
Quintessenz: Wenn sich auch der eigentliche Einsatz in der Schule selber in Grenzen haelt (ich selber gebe an vier Tagen in der Woche insgesamt 12 Lektionen Mathematik in Form III = 3. Sek = 10. Schuljahr, Bettina Englisch in Form II und I), so ist vor allem der Ansatz mit der Pruefungsvorbereitung vielversprechend und insofern auch intensiver, als diese nun taeglich etwa 2 Stunden ausmacht und wegen der Anzahl Personen von unserem improvisierten Verandatisch in die Schulraeume umgesiedelt hat. Und wenn eventuell der Schluessel dazu nicht verfuegbar ist, sitzen wir halt im Schatten der Gebaeude am Boden, was ja im Unterricht auch teilweise der Fall ist, da nur 5 Raeume der Sekundarschule mehr oder weniger gut mit Baenken bzw Tischen und Stuehlen (ein Raum offensichtlich mit Mobiliar aus der Schweiz!) ausgeruestet sind… Aber wie ueberall heisst es auch hier “pole pole” oder “hakuna matata” – langsam aber sicher bzw alles kein Problem…












